Die Bibliothek

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Bibliothek Die gegenwärtige Museumsbibliothek sorgt um einen Bücherfond von 70 000 Bänden Fach– und Regionalliteratur, Handschriften, alter Drucke und Inkunabeln. Unter Verwaltung der Bibliothek stehen auch zwei historische Bibliotheken, die Klosterbibliothek der Zisterzienser in Osek und die Schloßbibliothek der Clary–Aldringen, ergänzt durch eine Kollektion verschiedener Ausgaben der Werke Johann Wolfgang Goethes.Miniatur aus dem Kanzional der Literatsbrüderschaft aus dem Jahre 1560 aus der Werkstatt des Jan Táborský Der Fachliteraturfond wird systematisch mit Büchern und Zeitschriften aus den im Museum vertretenen Wissensbereichen ergänzt. Zur aufgesuchten Quelle gehört die Regionalliteratur, die unikate Literatur des 17. bis 20. Jh. zur Geschichte des Teplitzer Gebietes. Es fesselt zum Beispiel die gänzliche Reihe der Badegäste–Verzeichnisse, die jedes Jahr von 1800 bis 1938 erschienen.
Unter der nicht großen Sammlung von Handschriften finden wir zwei umfangreiche illuminierte Gesangbücher, ein Gradual aus dem Jahre 1560 und ein Kanzional aus dem Jahre 1566, der böhmischen Literatsbrüderschaft in Teplice gehörend und von der Prager Werkstatt des Jan Táborský verfertigt. Der Fond alter Drucke (aus den Jahren 1501–1850) enthält seltene Ausgaben bohemikaler Literatur. Das hohe Niveau der böhmischen Bücherkultur und das Bestreben um eine Wiedergeburt des modernen künstlerischen Büchereinbandes bezeugt eine Sammlung von Bibliophilien und Faksimilien. Bewunderung verdienen die Arbeiten tschechischer Buchbinder des 20. Jh., von L. Bradáè, O. Blažek, K. Dudešek, der Eheleute Jirout, J. Svoboda, L. Hodný und weiterer.
Die Museumsbibliothek sorgt um 24 000 Bände der Klosterbibliothek der Zisterzienser in Osek im ursprünglichen Barockmobiliar aus dem Jahre 1725. Sie enthält eine Reihe von Inkunabeln, Handschriften und Bohemikalliteratur, achtungswert sind die gotischen, Renaissance– und Barockeinbände vieler Bücher. Wir finden hier Spuren verschwundener Adelsbibliotheken der Rosenberger und Waldsteiner oder der böhmischen Humanisten des 16. Jh. 15000 Bände der ehemaligen Schloßbibliothek der Clary–Aldringener dokumentieren die geistlichen Strömungen, welche in der Vergangenheit die Kultur unseres Landes beeinflußten.
Die lateinische Aufschrift in der Barockbibliothek in Osek "Non spectaculo sed usui" (Nicht zum Ansehen, sondern zum Benutzen) drückt auch den heutigen Sinn der Bibliothekerarbeit aus.